Unternehmen und Arbeitnehmer/innen unterstützen, deren Aufgabenbereiche radikal durch den technologischen Wandel verändert werden im Hinblick auf eine neue Organisation der Arbeit, neue Funktionen und neue Jobs.

Veränderung zukunftsorientiert angehen

Die Digitalisierung und Automatisierung betreffen heute alle Unternehmen und Branchen in Luxemburg sowie weltweit. Somit haben diese direkte, umfangreiche und komplexe Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation, auf Stellen und berufliche Kompetenzen.

Dieser paradigmatische Wechsel erfordert einen neuen multi-stakeholder- und nachfrageorientierten Ansatz, eine gemeinsame Vision und skalierbare Tools, um eine verbesserte Kompetenzentwicklung zu gewährleisten.

Das Luxemburg Digital Skills Bridge Programm zielt darauf ab, eine gemeinsame Vision und unterstützende Maßnahmen sowohl für die zukünftige Kompetenzentwicklung der Arbeitskräfte, als auch für die Bewältigung der digitalen Transformation der Unternehmen zu entwickeln.

Die Ziele des Programms

Luxemburg Digital Skills Bridge bietet technische und finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die maßgeblich dem digitalen Wandel ausgesetzt sind: Derzeitige Jobs können schwinden – neue werden entstehen. Luxembourg Digital Skills Bridge wird ihnen helfen, in die Kompetenzen ihrer Angestellten zu investieren, um die kommenden Veränderungen zu antizipieren und ihre Organisation auf die kommenden Technologien vorzubereiten.

Sensibilisierung und Unterstützung von Unternehmen, deren Aktivitäten maßgeblich durch die Digitalisierung betroffen sind.

Begleitung und Weiterbildung für Mitarbeiter/Innen, deren Arbeitsstelle von der Digitalisierung direkt betroffen sind. Eine persönliche Beratung um neue Beschäftigungs-möglichkeiten herauszuarbeiten ist vorgesehen (intern oder extern).

65% interne Mobilität für die teilnehmenden Mitarbeiter/innen.

Bei Unternehmen, Mitarbeiter/innen und Gesellschaft den Mehrwert von proaktivem und präventivem Weiterbildungsansatz betonen.

Entwicklung einer Toolbox mit relevanten Assessment- und Weiterqualifizierungslösungen.

Welche sind die Vorteile?

Angestellte

Die Vorteile für Angestellte sind zahlreich:

  • Ausführliche Bilanz der Kompetenzen, Motivation und Interessen;
  • Individuelle Begleitung durch den Weiterbildungsprozess;
  • Unterstützung bei der Suche und dem Verständnis von neuen (internen oder externen) Beschäftigungsmöglichkeiten, in Verbindung mit der Kompetenzbilanz;
  • Erwerb von neuen beruflichen Kompetenzen – sowohl transversale/digitale als auch technische Kompetenzen aufgrund der individuellen Weiterbildungsprogramme, die auf den neuen Job zugeschnitten sind;
  • Qualitative Weiterbildung (anerkannte Zertifikate);
  • Abgesicherter Übergang und Einführung in die neue Position.

Unternehmen

Die Vorteile für Unternehmen sind wie folgt:

  • Wettbewerbsfähigkeit und Innovation
  • Zugang zu neu-qualifizierten Arbeitskräften, welche die neuen Herausforderungen der digitalen Transformation meistern können
  • Positives Image – extern (soziale Innovation) und intern (positiver Einfluss auf das interne Arbeitsklima)

Spezifisch für das teilnehmende Unternehmen

  • Präventiver Ansatz zur massiven Einführung von Technologie am Arbeitsplatz;
  • Einbeziehung der Mitarbeiter/innen in den Transformationsprozess
  • Methodologische und technische Assistenz im Verlauf des Weiterbildungsprozesses
  • Verbessertes Verständnis der Fähigkeiten, Motivationen und Interessen der Angestellten
  • Beibehaltung des Know-How und der Erfahrung innerhalb des Unternehmens

Konkreter Ablauf

Step 1

Allgemeine Bewerbung des Unternehmens

  • Das teilnehmende Unternehmen informiert den Betriebsrat über das Vorhaben, am Skills Bridge Programm teilzunehmen und diskutiert ggf. diese Option mit dem Betriebsrat.
  • Es bereitet die allgemeine Bewerbung vor und sendet diese an das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial –und Solidarwirtschaft, das die Bewerbungen analysiert. Das Ergebnis der Analyse wird dem „Comité de conjoncture“ unterbreitet zur Validierung.
  • Unternehmen und Betriebsrat werden über die Förderfähigkeit durch das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial –und Solidarwirtschaft informiert.

Step 2

Erarbeitung des Kompetenzentwicklungsplans

  • Das Unternehmen erarbeitet seinen Kompetenzentwicklungsplan nach einer quantitiven sowie qualitativen Analyse seines Bedarfs an Personal, indem es die durch die Digitalisierung gefährdeten Stellen identifiziert sowie die Kompetenzprofile für zukünftige Stellen erstellt;
  • Es reicht den Kompetenzentwicklungsplan beim Ministerium zur „Homologation“ ein;
  • Der Minister entscheidet über die „Homologation“ des Kompetenzentwicklungsplan auf Empfehlung des „Comité de conjoncture“;
  • Unternehmen und Betriebsrat werden über die „Homologation“ durch das Ministerium informiert.

Step 3

Umsetzung des Kompetenzentwicklungsplans

  • Nach der „Homologation“ durch den Minister wird der individuelle Kompetenzentwicklungsplan jedes betroffenen Mitarbeiters/In ausgearbeitet und umgesetzt.

Step 4

Weiterqualifizierung

  • Nachdem die betroffenen Mitarbeiter/innen ihre Weiterbildung beendet und bestanden haben, werden ihnen Zertifikate ausgehändigt. Jede/r Mitarbeiter/in wird während des gesamten Prozesses individuell bis hin zur Eingliederung in die neue Stelle beraten.

Step 5

Onboarding

Interne Mobilität

  • Unterstützt von seinem/ihrem persönlicher Berater bereitet sich der/ie Mitarbeiter/in auf seine/ihre Eingliederung in die neue Stelle.

Externe Mobilität

  • Unterstützt von seinem/ihrem persönlicher Berater bereitet sich der/ie Mitarbeiter/in auf seine/ihre Eingliederung in die neue Stelle, entweder direkt unter neuem Arbeitsvertrag mit dem neuen Arbeitgeber oder nach einem „prêt temporaire de main d’oeuvre“ welches den Übergang von einem Unternehmen zu einem anderen erleichtert.

Wie kann Ihr Unternehmen teilnehmen?

Als Unternehmen kann ich an dem Skills Bridge Programm…
  • Teilnehmen, um von der technischen und finanziellen Unterstützung in meiner Arbeitskräfteplanung zu profitieren.
  • Als aufnehmendes Unternehmen teilnehmen, um neue Mitarbeiter/innen einzustellen.

Teilnehmendes Unternehmen

Das teilnehmende Unternehmen möchte am Skills-Bridge-Programm teilnehmen, da es von einer digitalen Transformation betroffen ist und die Weiterqualifizierung seiner Mitarbeiter/innen fördern möchte.

Anmeldeschluss 25ter Mai

Bewerbungsformular herunterladen Allgemeine Skills Bridge Präsentation herunterladen

Aufnehmendes Unternehmen

Das aufnehmende Unternehmen möchte aufgrund des Bedarfs an neu ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter/innen am Skills-Bridge-Programm teilnehmen.

Anmeldeschluss 6ter Juli

Teilnahmeformular herunterladen

Skills Bridge Governance

Das Pilotprojekt findet unter aktueller Gesetzesgebung statt. Die Steuerung unterliegt dem „Comité de conjoncture“, welches als offizielles Gremium neben Regierungsvertreter/innen ebenfalls Vertretern aus nationalen Arbeitnehmerverbänden und Gewerkschaften besteht. Die Verantwortung des Vorsitzes des „Comité de conjoncture“ tragen der Minister für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial –und Solidarwirtschaft Nicolas Schmit und die Staatssekretärin für Wirtschaft Francine Closener.